1. Beschreibung

Unsere moderne Welt ist geprägt von digitaler Navigation, ständiger Vernetzung und technischer Unterstützung. Doch was passiert, wenn diese Systeme plötzlich ausfallen? Ein Stromausfall, ein Ausfall von Mobilfunknetzen oder GPS-Diensten kann im Zivilschutzfall schnell zu einer ernsten Herausforderung werden – besonders, wenn Menschen nicht mehr wissen, wie sie sich ohne Technik orientieren können.
Gleichzeitig schlummert in vielen von uns eine tiefe, fast vergessene Erinnerung: Das Gefühl, als Kind mit einer Schatzkarte loszuziehen, den Wald zu erkunden, Spuren zu folgen, Geheimnisse zu entdecken. Genau dieses Gefühl wollen wir wieder wecken – und gleichzeitig die Resilienz jedes Teilnehmenden stärken.

2. Ziel des Projekts

Das Projekt vermittelt praxisnahe Fähigkeiten zur Orientierung ohne technische Hilfsmittel und stärkt damit:

  • Selbstschutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall
  • Handlungsfähigkeit im Zivilschutzfall
  • Resilienz bei Ausfall technischer Systeme durch Angriffe
  • Gemeinschaftssinn und das Vertrauen in die eigene Kompetenz

Die Teilnehmenden lernen, sich mit Karte, Kompass und Planzeiger sicher im Gelände zu bewegen, Koordinaten zu verstehen und eigenständig Punkte zu finden. Dieses Projekt richtet sich bewusst an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um generationsübergreifendes Lernen zu ermöglichen.

3. Zielgruppe

  • Kinder ab ca. 8-10 Jahren
  • Jugendliche
  • Erwachsene aller Altersgruppen
  • Familien, Vereine, Jugendgruppen, Ehrenamtliche
  • Menschen, die sich für Selbstschutz, Natur, Orientierung oder Zivilschutz interessieren

4. Aufbau des Projekts


Das Projekt ist für 10 bis maximal 20 Teilnehmende ausgelegt und gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Bereiche:

4.1 Theoretischer Unterricht (Präsentation)

Die Teilnehmenden erhalten eine anschauliche Einführung in:

  • Grundlagen topografischer Karten
  • Maßstäbe und Geländemerkmale
  • Umgang mit Kompass und Planzeiger
  • Lesen und Umsetzen von Koordinaten
  • Orientierungstechniken ohne digitale Hilfsmittel

Die Präsentation ist bewusst lebendig gestaltet und knüpft an Kindheitserfahrungen an: „Wie wir früher mit Stöcken Wege markiert haben, wie wir im Wald Pfade gesucht haben, wie wir uns an Bäumen orientierten…“

4.2 Theoretische Selbstlernphase

In kleinen Übungsgruppen trainieren die Teilnehmenden:

  • das Arbeiten mit Karte und Planzeiger
  • das Bestimmen und Übertragen von Koordinaten
  • das Auffinden vorgegebener Punkte auf der Karte

Diese Phase stärkt das Selbstvertrauen und bereitet optimal auf die Praxis vor.

4.3 Praktische Arbeit im Gelände

Jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer. Es werden 5 Stationen gesucht.
Die Teilnehmenden werden in Gruppen eingeteilt und erhalten:

  • eine Karte im passenden Maßstab
  • einen Kompass
  • ggf. einen Planzeiger
  • Marschkompasszahlen von 5 Punkten

An jedem der insgesamt 5 Punkte wartet eine Station mit Aufgaben und Erklärungen.
Die Gruppen bewegen sich selbstständig durch das Gelände, suchen, finden, vergleichen, diskutieren – und erleben dabei genau das Gefühl, das wir alle aus unserer Kindheit kennen:
Abenteuer, Spannung, Teamgeist und das triumphale Gefühl, etwas selbst geschafft zu haben.
Am Ende treffen sich alle Gruppen an einem gemeinsamen Zielpunkt.
Alle Gruppen werden durch eine erwachsene Person begleitet.

4.4 Abschluss am Zielpunkt

Der Tag endet mit einem warmen, gemeinschaftlichen Ausklang:

  • gemeinsames Beisammensein am Zielpunkt
  • Austausch über Erlebnisse
  • Auswertung der gefundenen Punkte
  • Reflexion über Resilienz und Selbstschutz

Dieser Abschluss stärkt den sozialen Zusammenhalt und macht das Projekt zu einem emotionalen Erlebnis, das lange nachwirkt.

5. Benötigte Materialien


Für die Durchführung werden folgende Materialien benötigt:

  • topografische Karten in geeigneten Maßstäben (wird gestellt)
  • ggf. Planzeiger (wird gestellt, falls Notwendig)
  • robuste Kompasse (wird gestellt)
  • reflektierende Markierungen für das Gelände (wird gestellt)
  • Gute Laune
  • Entdeckergeist
  • witterungsangepasste Kleidung (warme Kleidung)

6. Wirkung und Nachhaltigkeit

Das Projekt:

  • stärkt die Resilienz eines jeden Teilnehmenden
  • vermittelt lebenspraktische Fähigkeiten, die im Ernstfall entscheidend sein können
  • fördert Teamgeist, Selbstvertrauen und generationsübergreifendes Lernen
  • schafft emotionale Erlebnisse, die lange im Gedächtnis bleiben
  • weckt Kindheitserinnerungen und verbindet sie mit moderner Zivilschutzkompetenz

Die Teilnehmenden gehen mit dem Gefühl nach Hause: „Ich kann mich orientieren – egal, was passiert.“

7. Warum dieses Projekt begeistert


Die Teilnehmenden lernen an einem Tag, wie sie sich ohne technische Hilfsmittel in der Natur zurechtfinden können. Das hier erlernte kann im Krisen- und Verteidigungsfall, bei Angriffen auf die zivile Infrastruktur abgerufen und umgesetzt werden.